Seelsorger, Macher und echter Freund

Seelsorger, Macher und echter Freund

Pater Emmanuel aus Uganda im Alter von nur 47 Jahren gestorben

Die Ausstrahlung, die positive Energie, die von ihm ausging, war bewundernswert. „Alle kannten und mochten ihn, besonders auch die Kinder“, sagt Pfarrer em. Otto Banse. Seit 2004 war Pater Emmanuel Twinomujuni in jedem Sommer in Rosendahl, hat die Menschen bewegt und für seine Projekte begeistert. Nun ist der Seelsorger im Alter von nur 47 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in seiner Heimat Uganda verstorben – mit ihm ist ein Seelsorger, ein Macher und ein echter Freund von uns gegangen.

Franz Potthoff, Otto Banse, Christa Haßler und Karin Monse zählen zu den Darfeldern, die das Glück hatten, Pater Emmanuel in seiner Heimat besuchen und erleben zu dürfen. „Kommt und seht“, das hatte der Priester immer wieder gesagt – und was die Reisegruppe zu sehen bekam, hat tiefe Eindrücke hinterlassen. „Den Reichtum, den er uns damit geschenkt hat, gibt es nirgendwo zu kaufen“, sagt Potthoff. „Er hat uns in Uganda mit den Menschen zusammengebracht“, ergänzt Christa Haßler – und beeindruckt zeigten sich die Darfelder nicht zuletzt davon, welche Begeisterung Emmanuel in seiner Heimat auslösen konnte, erinnert sich Franz Potthoff: „Alle wussten: Wenn er es anpackt, dann wird es was.“

Und angepackt hat er eine Menge. Das Mutter-Teresa-Ausbildungszentrum für Waisenkinder hat Pater Emmanuel aus der Taufe gehoben, den Bau eines Krankenhauses mit Entbindungsstation in Kitana angepackt. Ein riesiges Projekt war der Bau der Kirche in Kitana, die 2016 eingeweiht wurde und in der 1200 Gläubige Platz finden. Zudem wurde unter seiner Federführung eine neue Grundschule für 400 Kinder in seiner Heimatpfarre Muhorro aufgebaut. All das war nur möglich dank zahlreicher Spenden aus Rosendahl – unter anderem haben auch die Sternsinger in den vergangenen Jahren regelmäßig für die Projekte in Uganda gesammelt. „Bis zum letzten Moment hat er daran gearbeitet“, weiß Franz Potthoff.

Über die Jahre ist mit dem Seelsorger, der im Sommer die Urlaubsvertretung für die Rosendahler Priester übernommen hat, eine ganz enge Freundschaft gewachsen. „Ich habe mich auf die Zeit mit ihm immer sehr gefreut“, spricht Pfarrer em. Banse von den „schönsten Wochen im Jahr.“ Viele Kinder, die mittlerweile Jugendliche oder gar Erwachsene sind, haben Emmanuel geschätzt – unvergessen bleiben seine Besuche in der Schule, zu denen er gerne sein „Buschhandy“ – eine Trommel – mitgebracht hat.

Im Frühjahr ist Pater Emmanuel schwer erkrankt. Für mehrere Wochen ist er noch in Münster behandelt worden. „Er hat lange die Hoffnung gehabt, dass es sich wieder zum Guten entwickelt, aber das ist leider nicht eingetreten“, sagt Otto Banse, der ihn fast täglich im Krankenhaus besucht hat. Emmanuels Wunsch, in seiner Heimat Uganda zu sterben, konnte ihm erfüllt werden.

In Rosendahl hinterlässt Pater Emmanuel eine große Lücke, aber auch viele schöne Erinnerungen. Der Verein „Hilfe für Menschen in Hoima/Uganda“ wird die Projekte für Ort weiter unterstützen – und damit auch das Gedenken an einen Freund bewahren, der bewegt und begeistert hat.7 Am Samstag (13. 10.) wird um 17 Uhr im Rahmen der Vorabendmesse in St. Nikolaus Darfeld ein Seelenamt für Emmanuel Twinomujuni gehalten. Anschließend soll mit Worten und Bildern an das Wirken des Paters erinnert werden.

Hilfe geht weiter

Mit Pater Emmanuel Twinomujuni haben die Aktiven den Mann verloren, der als Antrieb für die Unterstützung in Uganda galt – dennoch will der im Frühjahr gegründete Verein „Hilfe für Menschen in Hoima/Uganda“ seine Arbeit intensiv fortsetzen. „Wir werden noch mehr Kraft dafür einsetzen“, betont der Vorsitzende Franz Potthoff. „Wir haben Emmanuel versprochen, es in seinem Sinne fortzuführen.“ Von Beginn an habe der Verein deutlich gemacht, dass im gesamten Bistum Hoima Projekte unterstützt werden sollen. Unter anderem mit Bischof Vincent, der zurzeit in Rosendahl weilt, gebe es nach wie vor wertvolle Ansprechpartner. Auch vor Ort in Uganda soll ein Verein gegründet werden, der gemeinsam mit den Aktiven in Rosendahl die Vorhaben umsetzen könne, kündigt Potthoff an. Alle Informationen über den Verein und über die Möglichkeiten, für die Projekte in Uganda zu spenden, gibt es hier auf unserer Website.

Quelle: AZ vom 11.10.2018 -fw-

Gedenkseite für Father Emmanuel Twinomujuni

Die Kommentare sind geschloßen.